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Mit Backpulver Zähne aufhellen – Muttis Tipp unter der Lupe!

Zähne mit dem Hausmittel Backpulver bleichen

Man nehme etwas Backpulver, ein wenig Zitronensaft und/oder Salz…! Einen kleinen Moment bitte: „Ich will doch nur meine Zähne aufhellen und keinen Kuchen backen!“ Doch genau dieses sind die Zutaten, die uns immer wieder in Foren und Blogs begegnen, wenn das Thema „Zähne aufhellen“ zur Sprache kommt.

Backpulver Zähne aufhellen

„2 bis 3-mal die Woche mit Backpulver die Zähne putzen – dass hat mir meine Mutti so gesagt.“ Freundliche und vor allem meist „sehr gut“ informierte Mitmenschen geben solche und weitere hilfreiche Tipps zum Thema Hausmittel. Leider vergessen sie aber oftmals zu erwähnen, dass Mutti mit knapp 50 Jahren schon keine gesunden Zähne mehr im Mund hatte und nur noch Haferschleim zu sich nahm…

Nun verfügen wir Menschen nicht, wie beispielsweise die Haie, über ein „Revolvergebiss“ bei dem die Zähne zeitlebens nachwachsen, sondern, müssen mit dem Erwachsenengebiss unser ganzes Leben lang auskommen. Mit Backpulver Zähne aufhellen – das ist gleichzusetzen mit dem alten Sprichwort: „Man schüttet das Kind im Bade aus“. Denn es bewirkt wenig und richtet mehr Schaden an, als es nützt!

Mit Backpulver Zähne aufhellen: Warum ist das schädlich?

Zugegeben – unser Zahnschmelz der zu 95 % aus Hydroxylapatit besteht ist das härteste Gewebe in unserem Körper und ziemlich widerstandsfähig. Die Sache hat aber leider einen oder zwei kleine Haken: Zum Ersten wird der Zahnschmelz nur einmalig in unserem Leben gebildet. Ist dieser geschädigt oder zerstört, bildet sich kein neuer Schmelz mehr. Was aber beim Thema „mit Backpulver Zähne aufhellen“ viel entschiedener ist: Der Zahnschmelz ist säurelöslich!

Wer nun also zum Backpulver greift, wenn er seine Zähne aufhellen möchte, der löst im Mund einen chemischen Prozess aus. Das im Backpulver enthaltene Natron reagiert mit der Säure und – greift den Zahnschmelz an! Der Zahnschmelz wird aufgeraut und es entstehen Risse.

Mit Backpulver Zähne aufhellen: Nutzen vs. Schaden

Es wäre gelogen zu behaupten, es gäbe keinen aufhellenden Effekt, wenn die Zähne regelmäßig mit Backpulver geputzt werden. Doch durch das Beschädigen des Zahnschmelzes können sich zeitgleich mehr Bakterien und Verschmutzungen im Zahn absetzen. Das hat zur Folge, dass unser Gebiss nach kurzer Zeit noch ungepflegter ausschaut als vor der Nutzung dieser Backzutat!

Nicht unerwähnt sollte auch ein zweiter negativer Effekt bleiben: Der durch die Säure geschädigte Zahnschmelz kann nun leichter „runtergeputzt“ werden. Das sich unter dem Zahnschmelz befindliche Dentin besitzt eine gelbliche Färbung.

Ergo: Je mehr Zahnschmelz runtergeputzt wird, desto mehr erscheinen die Zähne, durch das durchschimmernde Dentin, gelblich in der Tönung. Und damit hat man dann genau das Gegenteil von dem erreicht, was einem mit dem als „guter Tipp“ gemeinten Ratschlag auf den Weg gegeben wurde!

Die moderne kosmetische Zahnmedizin entwickelt sich ständig weiter und es gibt heutzutage viel bessere und vor allem weit weniger schädliche Methoden seine Zähne aufzuhellen. Wer nun mit „Muttis Tipps“ versucht ein wenig Geld einzusparen, wird dieses mit Gewissheit später einmal bereuen.

Denn ein neues Gebiss kostet bei Weitem mehr als moderne Methoden zur Zahnaufhellung. Ebenso ist es doch ein weitaus besseres Gefühl, möglichst lang, mit seinen eigenen „Beißerchen“ lächeln zu können!

Aus diesem Grunde lässt man Muttis Backzutaten besser dort, wo sie hingehören – in der Küche!

Verfasst von Swen Eitz

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