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Gesundes Zahnfleisch durch die richtige Ernährung

Ernährung und das Zahnfleisch

Wenn das Zahnfleisch krank ist, ist das nicht nur unangenehm. Es kann auch schwerwiegende Folgen haben für die restliche Gesundheit, besonders die Zahngesundheit. Mit einer entsprechenden Ernährung kann man aber hier gegensteuern. Denn eine gute Ernährung schützt nicht nur die Zähne, sondern auch das Zahnfleisch.

Gesundes Zahnfleisch

Gesundes Zahnfleisch ist zartrosa, ungesundes oft dunkelrot und angeschwollen. Oft macht sich krankes Zahnfleisch bemerkbar durch Blutungen. Dann liegt im schlimmsten Fall bereits eine Entzündung des Zahnfleischs (Gingvitis) oder sogar des Zahnhalteapparates (Parodontitis) vor. Oder das Zahnfleisch zieht sich zurück, die Zahnhälse liegen frei. Für die Zähne ist das nicht gerade optimal, und die Zahnhälse sind überdies sehr schmerzempfindlich.

Geht das Zahnfleisch gar zurück, sei es ernährungs- oder krankheitsbedingt oder durch falsche Putztechnik, wird es besonders schwierig, denn diese Schäden sind meist irreversibel.

Gesunde Ernährung schützt das Zahnfleisch

Doch soweit muss es nicht kommen. Mit einer guten Ernährung erhalten Sie das Zahnfleisch gesund. Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, was Sie tun können und was Sie besser lassen sollten. Dabei ist es im Grunde ganz einfach. Sie brauchen nur die folgenden zwei Regeln zu beachten, die Sie ohnehin bereits kennen:

  • Gesunde Ernährung
  • Regelmäßiges, gründliches Reinigen

Gesunde Ernährung bedeutet im wesentlichen

  • Zucker und Säure meiden
  • Vollwertige Kost
  • Ordentlich Kauen
  • Mangelernährung ausgleichen

Doch was bedeutet dies genau?

Kein Zucker: Der Feind der Zähne ist auch der Feind des Zahnfleischs. Zucker wird durch die Mundbakterien zersetzt, als Ergebnis entsteht Säure. Und die greift den Zahn an. Karies bleibt aber nicht im Kaubereich der Zähne, sondern wandert auch in die Tiefen des Zahnhalteapparates. Dort setzten die Bakterien ihr schädliches Werk so richtig fort, und mit der Zeit hat dies auch Auswirkungen auf das Zahnfleisch um diesen Zahn.

Daraus ergibt sich, was man ohnehin schon weiß: Weitgehender Verzicht auf zuckerhaltige Lebensmittel. Das betrifft sowohl offenkundige Zuckerbomben als auch Produkte mit verstecktem Zucker wie zum Beispiel Ketchup oder Senf. Aber auch viele andere Produkte mit Austauschzucker sind keinesfalls so gesund, wie die Nahrungsmittelindustrie es uns einreden will. Wenn statt industriellem Zucker Fruchtzucker (Fructose) verwendet wird, muss dieser nicht mehr deklariert werden. Fruchtzucker ist aber um keinen Deut besser als Industriezucker. Auch Weißmehlprodukte bedeuten letztlich nichts anderes als Zucker ohne Ende.

Gesund ernähren: Im Hinblick auf das Zahnfleisch ist besonders die vollwertige Ernährung hilfreich. Das Kauen fördert den Speichelfluss. Speichel hilft beim Reinigen des Mundraums und schützt Zähne und Zahnfleisch zudem durch seine Inhaltsstoffe. So werden beim ausreichenden Kauen auch bereits Säuren neutralisiert. Die Pflanzenfasern helfen bereits beim Kauen aktiv mit, die Zähne und das Zahnfleisch zu reinigen. Das ausgiebige Kauen der vollwertigen Nahrung bereitet nicht nur die Verdauung und damit auch die Aufnahme der Nährstoffe optimal vor, sondern massiert auch das Zahnfleisch.

Vitamine, Spurenelemente und Mineralien: Für das Zahnfleisch wichtig sind vor allem die Vitamine C und E sowie Folsäure und indirekt Vitamin A, H und K:

  • Vitamin A und seine Vorstufe Betacarotin (Provitamin A) helfen beim Aufbau der Schleimhäute.
  • Das Hautvitamin H (Biotin) verhindert das Austrocknen der Schleimhäute und steigert deren Abwehrkräfte.
  • Vitamin K reduziert die Säureproduktion durch die Kariesbakterien.
  • Vitamin C und Folsäure verringern die Entstehung von beziehungsweise unterstützen die Heilung bei Zahnfleischerkrankungen.

Der Mineralstoff Kalzium wirkt Zahnfleischschwund entgegen. Doch übertreiben Sie es damit nicht. Normalerweise wird überschüssiges Kalzium mit dem Stuhl ausgeschieden. Es kann aber auch zu Nierensteinen kommen. Bei bestimmten Erkrankungen oder bei gleichzeitiger Zufuhr von Vitamin D kann es sogar zu einer Kalzium-Überdosierung mit schweren gesundheitlichen Schäden kommen. Mehr als 400-500 mg Calcium sollte ein Erwachsener pro Tag nicht zu sich nehmen. Diesen Bedarf können Sie in der Regel im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung mit den üblichen Calcium-haltigen Lebensmitteln (Milch, Käse) abdecken.

Wenn Sie sich vegan oder vegetarisch ernähren, sollten Sie ausreichend Hülsenfrüchte, Nüsse und Wintergemüse essen. Anders sieht es dagegen bei Lakto-Ovo-Vegetariern aus, bei denen Milchprodukte eine große Rolle spielen. Hier kommt es leicht vor, dass der Tagesbedarf überschritten wird. Andererseits stören aber auch verschiedene Nahrungsmittel die Verarbeitung des Calciums im Körper. Dazu gehören Salz und Phosphor. Phosphorreiche Nahrungsmittel sind unter anderem flüssige Milchprodukte, Cola-Getränke, Kakao-Getränke, diverse Wurstwaren, Hartkäse, Schmelzkäse und Hülsenfrüchte. Weitere Störenfriede sind die Genussmittel Nikotin, Koffein und Alkohol.

Die folgende Tabelle gibt einen kleinen, beispielhaften Überblick, welche Lebensmittel auch der Zahnfleisch-Gesundheit dienen:

Zahnfleisch Ernährung

Auf ausreichende Vitaminzufuhr achten

Wenn Sie sich bisher relativ gesund ernährt haben, brauchen Sie sich also kaum Gedanken zu machen um die Gesundheit des Zahnfleischs. Bei einer eher ungesunden Ernährungsweise sollten Sie zumindest darauf achten, die hilfreichen Vitamine und Mineralien in ausreichender Menge zuzuführen. Insbesondere Raucher sollten verstärkt Vitamin C zu sich nehmen, das das Nikotin Parodontitis begünstigt.

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2 Kommentare zu

Gesundes Zahnfleisch durch die richtige Ernährung

  1. P. Soll sagt:

    Du bist, was Du isst! Dass dieses auch auf Zähne und Zahnfleisch zutrifft, ist wahrscheinlich für manchen etwas Neues!

    Grüße

    Peter

  2. Orley sagt:

    Zucker ist Zucker. Ob aus der Frucht oder nicht. Und das Zucker tödlich für die Zähne und Zahnfleisch ist, sollte auch jedem klar sein. Gesunde alternativen sind angesagt und immer gründlich putzen!

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