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Keramikkrone: Kronen aus Vollkeramik

Wann Keramikkronen Sinn machen

Normalerweise ziert eine Krone nur königliche und kaiserliche Häupter. Mit einer Zahnkrone kann man sich aber auch schon wie ein König fühlen. Und dazu muss die Krone noch nicht einmal aus Gold bestehen. Voll-Keramikkronen sind derzeit der Renner.

Keramikkrone

Wenn der Zahn schon so marode ist, dass er nicht mehr gefüllt werden kann, besteht die Möglichkeit, ihm zumindest eine neue Haube zu verpassen. So haben Sie wieder einen funktionsfähigen Zahn, und das ist allemal besser und ästhetischer als ein Loch im Gebiss. Ob dabei eine Teilkrone ausreicht oder eine vollständige Krone erforderlich ist, ergibt sich im zahnärztlichen Beratungsgespräch. Beide Formen sind sowohl im vorderen, sichtbaren als auch im hinteren, eher unsichtbaren Mundbereich möglich.

Natürlich schön statt goldig protzen

A propos Ästhetik: Lange Zeit galten Goldkronen als Zeichen für Reichtum, und so manch einer ließ gerne mal stolz seinen Goldzahn blitzen und funkeln. Doch dies ist inzwischen anders. Denn neuartige Kronen sehen sehr viel natürlicher aus und fühlen sich auch natürlicher an. Und obwohl das Material an sich wenig wertvoll ist, sind diese Kronen doppelt so teuer wie die Goldexemplare. Die Rede ist von Vollkeramik-Kronen.

Diese Porzellankronen werden in einem aufwändigen Verfahren hergestellt. Bei guter Ausführung sind sie in der Farbe kaum noch von den natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Und auch in puncto Härte stehen sie dem Naturgebiss kaum nach.

Im Einzelfall gilt es jedoch, wie so oft, die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen. Die wesentlichen Faktoren dabei sind Kosten, Gesundheit und Ästhetik.

Vor- und Nachteile von Keramikkronen im Überblick

Vorteile

  • Verträglichkeit
  • Wer unter einer Metallallergie leidet, ist ohnehin schon gebeutelt genug. Metall im Mund in Form von Zahnkronen aus Gold oder anderen Legierungen stellt für sie natürlich ein besonders großes Problem dar. Hier kommen die Keramikkronen wie gerufen. Auch Probleme mit unterschiedlichen Metallen im Mund (etwa Füllungen aus Amalgam und Kronen aus Gold) gehören damit der Vergangenheit an – Stichwort Elektrosmog und galvanische Ströme oder Mundströme.

  • Lebensdauer
  • Im Gegensatz zu Kunststoffkronen halten Goldkronen recht lange, im Schnitt etwa 20 bis 25 Jahre. Die Vollkeramikkrone kann hier nicht nur mithalten, sondern setzt sogar noch einen obendrauf. Gute Pflege vorausgesetzt braucht sie erst nach etwa 30 Jahren erneuert zu werden.

  • überall einsetzbar
  • Goldkronen fallen natürlich schnell auf. Deshalb setzt man sie eher im hinteren Mundbereich ein. Da die Vollkeramik-Kronen sich im günstigsten Fall kaum von den anderen Zähnen unterscheiden, sind sie auch hervorragend geeignet für den sichtbaren Bereich, etwa für Schneidezähne. Bei guter Verarbeitung sind auch die Kronenränder nicht mehr sichtbar.

  • natürlicher
  • Die Keramikkrone fühlt sich im Mund anders an als eine Goldkrone, zumal sie auch die Temperatur besser leitet.

  • besserer Halt
  • Die Keramikkrone kann aufgeklebt werden. Dadurch hält sie besser als eine zementierte Metallkronen.

Nachteile

  • aufwändige Präparation
  • Anders als bei anderen Kronen muss bei den Vollkeramik-Kronen sehr viel von der Zahnsubstanz abgetragen werden, unter Umständen auch gesundes Material.

  • aufwändige Herstellung
  • Auch die Herstellung ist sehr viel aufwändiger als bei anderen Kronen. Dies betrifft sowohl die Präparation beim Zahnarzt als auch die Herstellung im Dentallabor.

  • Kosten
  • Vollkeramikkronen kosten im Schnitt etwa 500 Euro. Damit sind sie etwa doppelt so teuer wie die Goldkronen. Die genauen Kosten für eine solche individuelle Maßanfertigung hängen natürlich von vielen Faktoren ab. Andererseits ist der Preis für die Goldkronen aber auch abhängig vom Goldpreis. So oder so ersetzt die gesetzliche Krankenkasse nur etwa 200 Euro beziehungsweise 50 Prozent der Standardbehandlung. Wenn Sie bereits eine Zahnzusatzversicherung haben oder wenn Sie vorhaben, eine abzuschließen, sollten Sie dieses Thema besonders genau abklären. Ansonsten empfiehlt es sich, einen alternativen Behandlungs- und Kostenplan von einem andern Arzt einzuholen beziehungsweise die Kosten mit Hilfe von Internetplattformen zu vergleichen.

Achtung Knirscher!

In den meisten Fällen wird die Entscheidung wahrscheinlich für die Vollkeramikkrone fallen. Doch Vorsicht: Wenn Sie häufig mit den Zähnen knirschen, sollten Sie sich lieber für eine Goldkrone entscheiden. Denn durch das (oft psychisch bedingte) Knirschen kann die Keramik abplatzen.

Sie können ganz unten einen Kommentar schreiben.

4 Kommentare zu

Keramikkrone: Kronen aus Vollkeramik

  1. Ingo Paul sagt:

    Ich bekomme jetzt die nächsten Tage eine Krone verpasst. Da ich aber nicht wie ein Mafiosi aussehen will, werde ich mich für die Keramikkrone entscheiden.:-)

  2. Wilhelm sagt:

    Wenn ich die Preise sehe, wird mir ganz anders. Hatten wir nicht mal einen Kanzler, der sagte, der soziale Status sollte nicht an den Zähnen zu erkennen sein?! Keine Ahnung, wie manch einer das bezahlen soll!

  3. Elke S. sagt:

    Hallo,

    Macht es denn bei einem Knirscher überhaupt Sinn sich eine Krone verpassen zu lassen? Ich denke da sollte erst einmal das Knirschen behandelt werden!

    Gruß

    Elke Schöne

  4. Alex B. sagt:

    Das ist richtig schön geschrieben! Kronen sind, was für Könige und nicht für Leute die von ihrem Geld auch leben müssen!

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