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Philips Sonicare AirFloss im Test

Der Testbericht zur Philips Sonicare AirFloss

Bei der Philips Sonicare HX 8111/02 AirFloss handelt es sich um eine elektronische Alternative zu den herkömmlichen mechanischen Methoden der Zahnzwischenraumreinigung, etwa mittels Zahnseide, Zahnband oder Flosses.

Philips Sonicare AirFloss

Angesichts der vergleichsweise hohen Kosten von knapp 100 Euro stellt sich die Frage, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt. Wir haben das Gerät ausführlich unter die Lupe genommen, Lesen Sie im folgenden Testbericht, was das Gerät taugt und worauf Sie beim Kauf und Gebrauch achten sollten.

Produktbeschreibung der Philips Sonicare AirFloss

Sinn und Erfolg von Zahnseide und ähnlichen Interdental-Reinigungsverfahren sind zumindest theoretisch unumstritten. Die Praxis sieht leider anders aus: Nur etwa 25 Prozent der Zahnpatienten verwenden regelmäßig Zahnseide. Sonicare AirFlossTrotz Anleitung finden sie es zu schwierig, zu mühsam, zu unhygienisch, zu zeitraubend. Besonders problematisch ist die Verwendung von Zahnseide auch für motorisch eingeschränkte Menschen, etwa für Ältere.

Genau hier liegt das Marktpotenzial der Sonicare AirFloss.

Die Sonicare AirFloss ermöglicht ein schnelles, gründliches Reinigen der Zahnzwischenräume. Anders als bei den mechanischen Verfahren, etwa bei der Verwendung von Zahnseide, wird hier mit einer Kombination aus Druckluft und Wasser gearbeitet. Dies ermöglicht ein unkompliziertes und vor allem gründliches und schnelles Entfernen der Plaque in den Zahnzwischenräumen.

Features der Sonicare AirFloss im Überblick

  • Hervorragende Plaque-Entfernung durch Wasserstrahl
  • Einfache Handhabung
  • Leicht befüllbarer, ausreichend großer Wasserbehälter (2 Standardanwendungen)
  • Minimaler Stromverbrauch / lange Akkudauer (14 Standardanwendungen)

Das Gerät sieht zunächst aus wie eine elektrische Zahnbürste. Die eigentliche Reinigungseinheit besteht aus einer Düse, die auf einen Wassertank aufgesetzt wird. Dieser ist gleichzeitig auch der Haltegriff. Um den Akkubetrieb zu gewährleisten, befindet sich ein Ladegerät im Lieferumfang.

Die Optik hinterlässt einen guten Eindruck. Das Design ist gefällig, Ecken und Kanten wurden formschön und funktional gerundet.

Eigenschaften der Philips Sonicare AirFloss als Video

Sollte das Video nicht angezeigt werden, können Sie es sich hier ansehen »

Varianten der Sonicare AirFloss

Beim Stöbern im Internet werden Sie auf drei verschiedene Modelle stoßen:

  • Philips Sonicare AirFloss HX 8111/02: Dies ist das Standardmodell, das im Elektronikfachhandel vertrieben wird
  • Philips Sonicare AirFloss Professional HX 8181/02: Dieses Modell wird über den Dentalfachhandel (Zahnärzte, Apotheken) vertrieben
  • Philips Sonicare AirFloss HX 8141: Hierbei handelt es sich um ein Zahnarztmodell (weiße Verpackung), das nicht für den Weiterverkauf bestimmt ist

Die unterschiedlichen Typennummern bezeichnen lediglich die Vertriebswege. Die Modelle sind jedoch alle identisch. Unterschiede im Service gibt es laut Philips nicht.

Handhabung und Funktionalität

Die Philips Sonicare AirFloss verwendet die vom Hersteller entwickelte Microburst-Technologie. Vereinfacht ausgedrückt funktioniert sie nach dem Hochdruckreiniger-Prinzip: Mit Hilfe von Druckluft werden feinste Wassertröpfchen mit etwa 70 km/h durch die Zahnzwischenräume gejagt. Diese lösen die zwischen den Zähnen angelagerten Essensreste (Plaque). Damit kombiniert sie die Arbeit von Zahnseide & Co mit einer Munddusche.

Allerdings muss ganz klar gesagt werden: Es handelt sich bei dem Gerät eben nicht um eine Munddusche, auch wenn sie teilweise als solche angeboten wird.

Einfache Handhabung

Die Handhabung ist relativ einfach: Nachdem man die Abdeckung des Wassertanks entfernt hat, füllt man diesen etwas Wasser und schließt den Deckel wieder. Anschließend wird die Düse auf den Zahnzwischenraum der Zahnaußenseite positioniert, wobei man darauf achten muss, dass man den richtigen Winkel einhält und auch den Zahnzwischenraum trifft.

Mit einem Druck auf die Aktivierungstaste wird der Wasserstrahl durch den Zahnzwischenraum gejagt. Auf diese Weise werden alle Zwischenräume gereinigt. Dank der abgewinkelten Düse gelingt das auch im hinteren Mundbereich sehr gut. Danach reinigt man die Düse noch unter fließendem Wasser. Der gesamte Interdental-Reinigungsvorgang dauert laut Hersteller knapp eine Minute, die Tankfüllung reicht angeblich für 2 Reinigungen. Soweit die grobe Theorie und Praxis.

Probleme für Einsteiger

Philips Sonicare AirFloss Test

Im Praxiseinsatz hat sich allerdings gezeigt, dass es ganz so einfach nun doch nicht ist.

Das erste Problem ist typisch für die Eingewöhnungsphase: Da man im Spiegel sehen will, wo man arbeitet und was passiert, lässt man den Mund auch beim Reinigen offen. Böser Fehler – das Ergebnis ist ein vollgespritzter Spiegel. Hier muss man sich angewöhnen, die Düse vorm Spiegel zu positionieren, dann den Mund zu schließen und erst danach abzudrücken. Mit etwas Übung kann man die einzelnen Zwischenräume auch beigeschlossenem Mund bearbeiten.

Das zweite Problem ist etwas unangenehmer. Je nach Empfindlichkeit des Zahnfleischs, besonders wenn eine Entzündung vorliegt, kann es durch den doch relativ hohen Druck aus der Düse zu Zahnfleischblutungen kommen. Dieses Problem lässt erfahrungsgemäß aber nach einige Anwendungen nach.

Reinigungseffekt

Der Reinigungseffekt ist durchaus beachtlich, vorausgesetzt, man hat die geeigneten Zahnzwischenräume. Und genau hier liegt einer der Knackpunkte des Geräts. Sind die Zahnzwischenräume zu eng, dringt der Wasserstrahl nicht durch. Das Wasser staut sich vor den Zähnen und spritzt zurück. Sind die Zwischenräume dagegen zu groß, verpufft die Reinigungswirkung, da der Strahl einfach zwischen den Zähnen durchschießt.

Und genau diese Dinge kann nur jeder selbst im Praxiseinsatz selbst herausfinden. Denkbar wäre auch eine kombinierte Reinigung mit AirFloss einerseits, soweit möglich, und Zahnseide andererseits an den problematischen Stellen. Hier sollte man im Zweifelsfall aber auch die Geld-zurück-Garantie des Herstellers im Anspruch nehmen.

Nicht in jedem Fall genügt ein einmaliger Schuss zwischen die Zahnlücken. Dies ist weiter nicht tragisch, und wer es rein gefühlsmäßig gerne gründlicher mag, sollte dies auch tun. Allerdings reicht die Tankfüllung dann möglicherweise nicht mehr für den einen Reinigungsdurchgang aus.

Noch keine farbigen Plastikringe

Philips Sonicare AirFloss Erfahrungen

Die Düse lässt sich in der Anfangszeit etwas schwer aufstecken. Das ist aber noch das kleinere Übel. Wer die AirFloss als Gemeinschaftsanschaffung einsetzen möchte, sollte sich Gedanken machen im Hinblick auf die Düse. Anders als bei der Philips Sonicare FlexCare und auch bei anderen Herstellern besteht hier keine Möglichkeit, die Düsen mit farbigen Plastikringen zu markieren. Die Düsen werden auch nicht in unterschiedlichen Farben angeboten. Hier bleibt nur der Notbehelf mit einem wasserfesten Stift. Die Ersatzdüsen kosten übrigens im Schnitt etwa 5 Euro.

Bei aller Kritik soll aber nicht verschwiegen werden, dass die Philips AirFloss durchaus ihren Zweck erfüllt, wenn auch mit den aufgezeigten Einschränkungen. Sie liegt gut in der Hand, lässt sich nach einigem Üben gut bedienen und macht einfach mehr Spaß als die Arbeit mit der Zahnseide und den damit verbundenen Verrenkungen. Insbesondere wer die ständigen Probleme mit Zahnseide an Kronen und Brücken kennt, wird das Gerät schnell schätzen lernen.

Für den Fall, dass Sie sich für den Kauf einer Philips Sonicare AirFloss entscheiden sollten, haben wir Ihnen hier noch ein paar Tipps zusammengestellt:

Tipps zum Umgang mit der Philips Sonicare AirFloss

  • Wechseln Sie das Wasser täglich, um Verkeimungen zu verhindern. Eine Keimverschleppung ist zwar sehr gering, aber nie ganz auszuschließen, vor allem nicht im feuchtwarmen Milieu des Badezimmers.
  • Setzen Sie dem Wasser eine Mundspülung zu oder verwenden Sie Mundspülung pur statt Wasser, so dass Sie mit dem Reinigungsprozess auch gleichzeitig Desinfektion und Mundfrische erzielen.
  • Halten Sie bei der Anwendung den Mund geschlossen, da ansonsten der Spiegel besprüht wird.
  • Spülen Sie die Düse nach Gebrauch mit Wasser durch, insbesondere wenn Sie sie mit Mundspüllösung verwenden. Dadurch verhindern Sie eine Verkeimung bzw. das Zusetzen der Düse mit klebrigen und chemischen Lösungsbestandteilen.
  • Wechseln Sie die Aufsteckdüse spätestens nach einem halben Jahr, um Verkalkungen und Verkeimungen zu vermeiden.
  • Wenn Sie bereits ein anderes Sonicare-Gerät verwenden, können Sie die gleiche Ladestation auch für das AirFloss einsetzen. Dies betrifft die Geräte Philips Sonicare FlexCare+, Philips Sonicare FlexCare, Philips Sonicare HealthyWhite, Philips Sonicare EasyClean und Philips Sonicare For Kids sowie Philips Sonicare FlexCare und Philips Sonicare FlexCare+ UV-Desinfektionsgeräte.

Fazit zur Philips Sonicare AirFloss

Die Philips Sonicare AirFloss ist eine empfehlenswerte Alternative zur Verwendung von Zahnseide. Sie ermöglicht eine Interdental-Reinigung auf Knopfdruck, fast so einfach wie ein Mausklick. AirFloss TestberichtDie Nachteile der mechanischen Verfahren (Verletzungen des Zahnfleischs, schwieriges Hantieren, umständliche und schwierige Reinigung in den hinteren Mundbereichen sowie von Kronen und Brücken, unhygienisch, viel Abfall) werden damit behoben. Damit wird das Reinigen der Zahnzwischenräume auch für die Interdental-Muffel attraktiv.

Allerdings kann das Gerät nur Menschen empfohlen werden, bei denen die Zahnzwischenräume nicht allzu eng oder allzu weit sind. Inwieweit man bereit ist, im Zweifelsfall beide Reinigungsmethoden zu kombinieren, muss jeder für sich entscheiden.

Der Preis entspricht etwa dem einer professionellen Zahnreinigung. Das erscheint anfangs vielleicht etwas hoch, auf Dauer gesehen macht sich das Gerät aber bezahlt. Die Folgekosten (etwa 5-6 Euro pro Halbjahr für eine neue Düse) sind akzeptabel. Zu wünschen wäre allerdings eine Möglichkeit, die Köpfe zu markieren, etwa durch farbige Plastikringe oder durch werkseitig gefärbte Köpfe.

Falls Sie sich für die Philips Sonicare AirFloss interessieren

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5 Kommentare zu

Philips Sonicare AirFloss im Test

  1. Knuffel sagt:

    Hallo,
    Einfache Lösung für das Zahnseide-Problem. Zahnseide-Sticks! Einfach und unkompliziert. Und niemand muss den Spiegel danach putzen!

  2. Tamara Scholz sagt:

    Guten Tag,

    Warum wird oft behauptet, dass ein Preis von 100 Euro viel ist für solch ein Gerät? Die Zähne werden es dankend annehmen. Und hat jemand eine Ahnung, was ein neues Gebiss kostet?! Die AirFloss kostet 100 Euro. Sagen wir mal sie hält 5 Jahre + 60 Euro für die Düsen. Das sind ca. 9 Cent pro Tag um meine Zähne besser zu pflegen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Tamara Scholz

  3. Yvonne Leid sagt:

    Wer in jungen Jahren seine Zähne besser pflegt, wird hoffentlich länger etwas davon haben. Gut, manche Geräte sind besser und manche weniger gut. Muss jeder selber wissen, ob es ihm das Geld wert ist, nicht mit 30 ohne Zähne rumlaufen zu müssen.

  4. Hannes W. sagt:

    Ich kann dem Autor nur zustimmen. Nicht für jedem geeignet. Bei mir steht das Gerät 14 Tage nach dem Erwerb im Schrank!

  5. Daniela sagt:

    Hallo,
    Das klingt für mich eher wie ein Gerät, dass mehr Arbeit verursacht, anstatt einen vernünftigen Dienst zu erweisen. Mein Glück ist, dass ich absolut keine Probs habe Zahnseide zu verwenden!
    Danni

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