Zahnweiss RSS Feed Facebook ZahnweissInfo

Risiken von Implantaten

Was kann bei Zahnimplantaten schief gehen?

Das Einsetzen von Implantat zählt heutzutage zu den eher risikoarmen Eingriffen. Er wird mit Hilfe einer Lokalanästhesie durchgeführt; dadurch fallen alle möglichen Komplikationen einer Vollnarkose nicht ins Gewicht.

Risiko Implantate

Der Eingriff ist räumlich begrenzt und die Erfolgschancen stehen sehr gut, wenn die Gegenindikationen beachtet werden.

Post-operative Probleme

Post-operative Schwierigkeiten gehen oft mit Schmerzen, Schwellungen und Blutergüssen einher, die aber nach einigen Tagen nachlassen. Wenn keine Wundheilungsstörung vorliegt, verheilt die betroffene Stelle gut und das Implantat integriert sich fest in den Knochen.

So kann meist nach vier bis sechs Monaten, das Aufsteckteil angebracht werden und der neue Zahn ist voll funktionsfähig. Wenn dann der Nachsorge mit intensiver Mundhygiene regelmäßig nachgekommen wird, sind keine größeren Probleme zu erwarten.

Es besteht zwar die Möglichkeit, dass das Implantat vom Knochen abgestoßen wird, dieses Risiko ist jedoch gering und liegt heutzutage bei unter 5%, dank der hervorragenden Biokompatibilität von Reintitan, dem meist verwendeten Werkstoff.

Es kann in seltenen Fällen zu chronischen Infekten kommen, die oft durch mangelnde Hygiene hervorgerufen werden. Dabei wird der Knochen abgebaut, auch genannt Periimplantitis, und es kann zu einem Implantatverlust kommen. Dieses ist jedoch selten und kann durch gründliche Reinigung verhindert werden. Bei Rauchern, Diabetikern und Menschen mit einer Immunschwäche ist das Risiko deutlich erhöht.

Intraoperative Schwierigkeiten

Komplikationen während der Operation sind selten, können aber durchaus vorkommen. Hierbei handelt sich fast immer um unerwünschte Verletzungen wichtiger Strukturen, wie den umliegenden Zähnen, der Mundschleimheut, der Kieferhöhle oder dem unterliegenden Nerv.

Verletzung des umliegenden Gewebes

Es kann durchaus vorkommen, dass bei nicht sorgfältiger Arbeit anliegende Zähne oder Weichteile, wie Mundschleimhaut unabsichtlich verletzt werden. Durch die beengten Verhältnisse im Mundraum oder den Einsatz von Wundhaken und anderen Gerätschaften können umliegende Gewebe in Mitleidenschaft gezogen werden.

Diese Gefahr lässt sich durch einen erfahrenen und sorgfältigen Operateur gänzlich vermeiden. Auch das Verletzen von nebenliegenden Wurzeln in der Kieferhöhle kann durch einen sorgfältigen Blick aufs Röntgenbild umgangen werden.

Nervverletzung

Eine dauerhafte Beeinträchtigung kann durch das Verletzen des Unterkiefer-Nervs hervorgerufen werden, was zu einer permanenten Taubheit in Kinn und Lippe führen kann. Dies kann durch korrektes Arbeiten des Zahnarztes vermieden werden.

Schon in der Voruntersuchung sollte festgestellt werden, wo genau der Nerv entlangläuft und dementsprechend sollte die Wahl des Implantats und der Eingriffstelle gewählt werden. Daher werden normalerweise Implantate nur in den vorderen Bereich des Kiefers gesetzt, um dieses Risiko von vornherein auszuschließen.

Blutungen

Bei jeder Operation kann es zu Blutungen kommen, die aber im Falle von Implantaten nur eine geringe Rolle spielen, da traditionell keine größeren Blutgefäße in der Nähe sind. Trotzdem sollte vor dem Eingriff eine gründliche Anamnese gemacht werden, um eventuelle Blutgerinnungsstörungen zu erkennen und entsprechend medikamentös zu behandeln.

So sollte auf die Einnahme von Aspirin vier Wochen vor der Operation verzichtet werden, da es blutverdünnend wirkt und größere Blutungen hervorrufen kann.

Fazit – Wer die Vorarbeit leistet, wird nicht enttäuscht

Bei sorgfältiger Auswahl des Operateurs und dem Durchführen der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen sollte das Einsetzen von Implantaten kein größeres Risiko darstellen. Auch die post-operative Nachsorge so wie eine sorgfältige Mundhygiene sollten zum Pflichtprogramm gehören und helfen mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Wenn alle Bedingungen eingehalten werden, stehen die Erfolgschancen gut, und die Freude, wenn man wieder richtig ‚Zubeißen‘ kann sollte die geringen Nebenwirkungen, wie geringe Schmerzen nach der Operation eigentlich aufheben.

Verfasst von Nina Hasiwa

Sie können ganz unten einen Kommentar schreiben.

Kommentar schreiben

Durch die weitere Verwendung dieser Seite stimmen Sie automatisch der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Diese Webseite nutzt Cookies, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen weiterverwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen