Veneers: Wie wird ein Veneer montiert?

Anbringung von Veneers

Bei der Anbringung von konventionellen Veneers, beispielsweise um optisch leichte Zahnfehlstellungen, Zahnverfärbungen oder Zahnlücken zu korrigieren, ist eine spezielle Vorbereitung der Zähne erforderlich.

Veneers Anbringung

Hierbei wird unter örtlicher Betäubung eine dünne Schicht des Zahnschmelzes abgetragen, um Platz für die Keramikhaftschalen zu schaffen. Von den solcherart präparierten Zähnen macht der Zahnarzt eine Abformung. Der hierbei entstehende Abdruck dient dem Zahntechniker im Dentallabor als Modell für die individuelle Anfertigung der Veneers. In der Zwischenzeit erhält der Patient zum Schutze des Zahns ein Provisorium aus Kunststoff.

Die Anprobe des neuen Veneer

Sobald die Veneers vom Labor fertig gestellt wurden, sind sie bereit zum Einsetzen durch den Zahnarzt. Bei dieser Sitzung probiert der Zahnarzt die Veneers zunächst am Patienten an. Dies ist besonders wichtig, wenn nur einzelne Zähne mit einem Veneer versehen werden sollen – sie dürfen farblich nicht als „unecht“ auffallen.

Wenn alles zur Zufriedenheit passt, wird das Kunststoffprovisorium entfernt, die Zähne gereinigt und mit Hilfe von einem Kofferdam, einer Gummispannvorrichtung, wie sie auch bei der Wurzelkanalbehandlung oder bei der Entfernung von Amalgamfüllungen Verwendung findet, trocken gelegt.

Einsetzen bzw. Kleben der Veneers erfordert Maßarbeit

Nun wird der Zahnschmelz angeätzt. Sollte durch die Beschleifung Dentin freiliegen, wird dieses mit einem Dentinadhäsiv ausgearbeitet. Auch das Veneer wird von der Innenseite mit einem Keramikätzgel angeätzt und schließlich silanisiert. Dies garantiert eine gute Haftung des Zweikomponenten- oder auch sogenannten Komposit-Kunststoffklebers, mit dem nun Zahn und Veneer miteinander verklebt werden.

Da Veneers lichtdurchlässig sind, gibt es auch den Kleber in verschiedenen (Zahn-)Farben. Besonders heikel: Die endgültige Kleberfarbe ist erst nach dessen vollständiger Aushärtung erkennbar. Aus diesem Grunde ist es ratsam, sich in die Hände eines erfahrenen Zahnarztes zu begeben, der sich auf das Einsetzen von Veneers spezialisiert hat. Alles in allem kann man pro Zahn mit einer Dauer von etwa dreißig Minuten rechnen, weshalb zumeist mehrere Sitzungen notwendig sind.

Vorbereitungszeit entfällt bei Non-Prep Veneers

Auch wenn das Verkleben mit modernen, hauchdünnen Non-Prep Veneers, die auch unter dem Markennamen Lumineers erhältlich sind, mehr Feingefühl und deshalb mehr Zeitaufwand erfordert als die Anbringung von herkömmlichen Zahn Veneers, spart man diese Zeit bei der Vorbereitung wieder ein. Diese fällt bei den Non-Prep Veneers nämlich weg.

Da Lumineers eine weitaus geringere Schichtstärke haben als konventionelle Veneers, muss vom Naturzahn nichts abgeschliffen werden. Nicht nur ist dieses Zahnschmelz erhaltende Verfahren schonender, auch fällt die Betäubung weg und der Patient muss sich nicht mit einem unkomfortablen Provisorium befassen.

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