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Zahnaufhellung: Was bringen Produkte für Zuhause?

Daheim Zähne aufhellen, geht das?

Eine Zahnaufhellung muss nicht notwendigerweise vom Zahnarzt durchgeführt werden: mittlerweile befinden sich zahlreiche Zahnaufhellung-Produkte auf dem Markt, welche Abhilfe bei gelblichen Zähnen versprechen. Doch können diese Mittel wirklich mit einer Profibehandlung mithalten?

Zahnaufhellung Produkte Zuhause

Der Wunsch nach weißen Zähnen ist weit verbreitet und auch durchaus verständlich – schließlich kommt dem Lächeln im sozialen Umgang eine tragende Rolle zu, und dabei zeigt der Mensch natürlich auch Zähne.

Für deren Verfärbung gibt es mehrere Ursachen – Farbpartikel, wie sie in Zigarettenrauch und Rotwein, aber auch in vielen Lebensmitteln enthalten sind, bestimmte Medikamente, deren Inhaltsstoffe mit dem Zahnschmelz reagieren oder aber feine Haarrisse. Mit zunehmendem Alter verlieren die Zähne so deutlich an Glanz.

Optionen für die Zahnaufhellung zu Hause

Anders als bei der zahnärztlichen Zahnaufhellung wird bei einer Zahnaufhellung zu Hause auf physische Mittel wie das Polieren mit entsprechenden Geräten verzichtet. Stattdessen kommen nur chemische Substanzen (Bleaching Gel) zum Einsatz, die in Gelform mittels einer Zahnschiene oder als Lack sowie Zahnweißstreifen direkt auf die Zähne aufgetragen werden – ganz nach persönlichen Präferenzen. Einige Beispiele für Zahnaufheller für Zuhause:

Während die Zahnschiene auch über Nacht getragen werden kann, sollten Lacke und Streifen in der Regel zweimal täglich etwa eine Minute (Lack) bzw. eine halbe Stunde (Streifen) auf die Zähne einwirken. Der Anwendungszeitraum liegt je nach Produkt und Methode in der Regel bei ein bis drei Wochen.

Mittel zur Zahnaufhellung

Unabhängig von der Anwendungsform – die bei der Zahnaufhellung zu Hause eingesetzten Bleichmittel sind für gewöhnlich Wasserstoffperoxid, welches mit dem Zahnschmelz reagiert und eine Aufhellung bewirkt (sog. „oxidatives Bleaching“) oder aber Schwefelverbindungen, welche den Zähnen Sauerstoff entziehen und sie so aufhellen (die „reduktive Methode“).

Zahnaufhellung-Produkte, welchen letztere Methode zugrunde liegt, lassen in ihrer Wirkung schneller nach als solche, in denen Wasserstoffperoxid zur Anwendung kommt, da der entzogene Sauerstoff nach und nach wieder über die Luft nachgeführt wird.

Studie zur Zahnaufhellung zu Hause

Beide Methoden der Zahnaufhellung werden seit Langem in der Zahnmedizin angewandt – bei der Zahnaufhellung zu Hause lassen sich auf dieser Grundlage prinzipiell vergleichbar gute Ergebnisse erzielen. Die Cochrane Collaboration, eine international tätige, gemeinnützige Vereinigung von Medizinern, hat eine vergleichende Studie durchgeführt, die auf Auswertungen klinischer Tests zu chemisch wirkenden Home Bleaching Produkten basiert.

Im Ergebnis stand fest, dass die getesteten Gels, Zahnstreifen oder –lacke durchaus eine Zahnaufhellung bewirken konnten. Als Nebenwirkungen – die jedoch auch bei der Aufhellung durch den Zahnarzt auftreten – traten Zahnfleischreizungen und eine gesteigerte Empfindlichkeit der Zähne auf, abhängig vom Bleichmittelgehalt des jeweiligen Produktes. Nach dem Ende der Anwendung verschwinden diese Beschwerden – der gewonnene Glanz der Zähne jedoch bleibt.

Schäden an Zahnkronen oder –füllungen sind bei der Zahnaufhellung nicht zu befürchten, da die Bleichmittel nicht mit den enthaltenen Keramiken, Kunststoffen oder Edelmetallen reagieren. Vorraussetzung für einen sichtbaren Erfolg ist jedoch – ob in der Zahnarztpraxis oder daheim – eine vorherige, professionelle Zahnreinigung. Zahnbelag erschwert beispielsweise das Vordringen der Bleichmittel zum Zahnschmelz. Zudem kann der Dermatologe so feststellen, ob die Zähne wirklich gesund sind oder bei dieser Gelegenheit weitere Fragen des Patienten zur Zahnaufhellung beantworten.

Was die EU-Kommission meint

Übrigens: sogar die EU-Kommission, die auch für den Verbraucherschutz zuständig ist, hat sich mit der Materie beschäftigt und Zahnaufhellung-Produkte auf der Basis von Wasserstoffperoxid untersuchen lassen. Sie befand Produkte mit einem Gehalt von bis zu 0,1 Prozent der Substanz in der Kurzzeitanwendung in jedem Fall für unbedenklich.

Produkte mit einem Anteil von bis zu 6 Prozent hält sie ebenfalls für sicher, wenn der Zahnarzt sie auf Grundlage einer Untersuchung für geeignet befindet. Wie auch die Experten der Cochrane Collaboration weist die Kommission jedoch auch darauf hin, dass noch keine gesicherten Erkenntnisse über Probleme bei einer Langzeitanwendung vorliegen.

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