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Zahnschiene gegen Schmerzen und Schnarchen

Was kostet eine Zahnschiene?

In Partnerschaften, bei denen sich zwei Menschen ein Bett teilen, kommt es immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen, die einen besonderen Grund haben: das Schnarchen des Partners.

Zahnschiene Schnarchen

Das ist nicht nur schlafraubend für den anderen, sondern auch ein ernstzunehmendes Problem für denjenigen, der schnarcht. Denn Schnarchen hat oft eine medizinische Ursache und ist auch Ursache für Rücken- und Nackenbeschwerden sowie für Kopfschmerzen. Wie können Zahnschienen hier helfen?

Welche Ursache können die Schmerzen und das Schnarchen haben?

Als Ursache für Schmerzen in den beschriebenen Bereichen und auch als Ursache für starkes Schnarchen kann oft eine Fehlstellung des Kiefers identifiziert werden. Diese Fehlstellung wird in medizinischen Fachkreisen als Craniomandibuläre Dysfunktion, abgekürzt mit CMD, bezeichnet. Die Muskulatur, die zum Kauen dient, die Gelenke des Kiefers und die Zähne selbst bilden im Normalfall eine genau aufeinander abgestimmte Einheit, die perfekt zusammenarbeitet. Ist dieses Verhältnis gestört, spricht man von CMD, die dann zu Schmerzen und Schnarchen führt. Auch ein Tinnitus, also ein durchgängiges Piepen, Schnarren oder Rauschen im Ohr, ist möglich.

Ohne eine Behandlung dieser Dysfunktion können sich die stoßweise auftretenden Beschwerden zu einer chronischen Erkrankung entwickeln, die nur schwer zu therapieren ist. Starke Schnarcher können eine schwere Schlafapnoe entwickeln, bei der die Atmung während des Schlafes kurzfristig aussetzt oder sogar ausbleibt. Im schlimmsten Fall kann der Patient sogar im Schlaf ersticken, weil er einfach aufhört zu atmen.

Für eine erste Selbstdiagnose sollte der Patient sich in einer ruhigen Minute hinsetzen und seine Beschwerden reflektieren. Ist beispielsweise der Nacken oft verspannt, schmerzt der Rücken ohne eine orthopädische Ursache oder führt eine Kaubewegung zu Schmerzen im Ohr, könnte eine CMD die Ursache dafür sein. Auch Knackgeräusche, häufige Kopfschmerzen oder Einschränkungen beim Öffnen des Mundes können Anzeichen für eine CMD sein. Sind mehrere oder alle dieser Symptome vorhanden, sollte ein Arzt aufgesucht werden, der eine genaue Untersuchung hinsichtlich einer CMD durchführen kann.

Was hilft gegen CMD?

Schnarcherschiene

Stellt der behandelnde Arzt eine Craniomandibuläre Dysfunktion fest, wird er das Tragen einer Funktionsschiene empfehlen. Diese Schiene ist eine optimale Möglichkeit um eine CMD zu behandeln. Die Schiene wird dabei extra für den individuellen Patienten angefertigt und korrigiert die Zahn- und Kieferstellung, um wieder schmerzfrei leben zu können. Auch das Schnarchen kann mit derartigen Schienen gelindert werden.

Hierbei wird die Schiene, die gegen die Schmerzen helfen soll leicht abgewandelt. Vor dem Zubettgehen wird die Schiene eingesetzt. Durch das Einsetzen wird der Unterkiefer nach vor geschoben und verhindert so, dass der Kiefer und die Zunge zurückfallen. Die Atmung wird deutlich verbessert. Eine Schlafapnoe mit langen Atmungsaussetzern ist zwar so nicht gänzlich heilbar, aber dennoch besser zu kontrollieren.

Eine diagnostizierte CMD sollte unbedingt behandelt werden, um nicht Gefahr zu laufen, chronisch zu erkranken. Zahnschienen, die in solch einem Fall helfen, kosten inklusive Vor- und Nachbehandlung rund 1.500 Euro, wobei dem Patienten ein Zuschuss der Krankenkasse zusteht, da es sich hier um eine medizinische Notwendigkeit und keine ästhetische Behandlung handelt. Zwar benötigt das Tragen der Schiene eine gewisse Eingewöhnungszeit, aber ist diese vorbei, kann die Lebensqualität des Trägers signifikant verbessert werden, indem Schmerzen gelindert und das Schnarchen reduziert wird.

Es gibt auch spezielle Knirscherschienen, um das Problem Bruxismus zu beheben, aber dazu ein anderes Mal.

Verfasst von Keyvan Haghighat Mehr

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